Rehabilitation

Hilft sie nun oder hilft sie nicht?

Wie bei allem mit dieser Krankheit, eindeutige Aussagen gibt es nicht. Nach meiner persönlichen Erfahrung und dem, was ich von Betroffenen höre ist das Risiko hoch, sich in der Reha einen Schaden einzufangen. Das gilt anscheinend verstärkt für die diejenigen, die schon eine mehr oder minder stark ausgeprägte Fatigue- und ME/CFS-Symptomatik aufweisen.

Es gibt aber durchaus auch positive Rehaerfahrungen, und Rehakliniken die Long Covid verstehen und angepasst behandeln, ganz klar! Auf keinen Fall ist die Grundaussage, dass auf eine Reha pauschal verzichtet werden sollte. Im Gegenteil, wenn die Reha gut ist, der richtige Zeitpunkt für die richtige Person ist oder z.B. für eine ambulante Reha die Energie reicht kann Reha ein wichtiger Schritt sein. Und da normalerweise ja auch der Plan ist, wieder in die Arbeit zurückzukehren, ist dafür eine Reha genau das Richtige – wer in der Reha kollabiert wird auch das Büro nicht vertragen. Wer die Reha halbwegs oder gut verträgt, Glückwunsch und vorsichtig weiter so!

Eine Person sitzt alleine in einem Raum blickt nach außen zu Menschen im Park die Spaß haben

Zudem sich manchmal die Frage auch gar nicht stellt, es gilt wohl „Reha vor Rente“. Das heißt, in der Regel meldet sich die Kasse oder der Rententräger irgendwann von selbst mit der Aufforderung, die Arbeitsfähigkeit zu überprüfen. Wenn das passiert und die Lebensfähigkeit schon stark eingeschränkt ist, dann gilt es zu überlegen ob eine Reha angebracht ist oder ein Widerspruch auf den Weg gebracht werden muss.

Das ist ein heikles Thema, und hier gibt es keine Gesundheitsempfehlungen! Jeder Mensch und jede Krankheitsausprägung ist unterschiedlich, aber mit Hilfe der hier aufgeführten Informationen sollte ein Einstieg in das Thema etwas leichter fallen. Auch bei News > Therapie wird alles zu diesem Thema eingestellt was ich finde.

Schließlich können hier anonymisierte Reha-Erfahrungen geteilt werden, sozusagen als Unterstimme, hüstel. Schick mir dazu gerne einfach eine Email, ich werde die Reha und den Bericht einstellen, anonym. Bitte die üblichen Regeln des Respekts bewahren, es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung hier.

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Berichterstattung, Forschung und Empfehlungen

Da dieses Thema so wichtig ist sammele ich hier die wichtigsten News zum Thema Reha in einer Übersicht. Auch hier kein Anspruch auf Vollständigkeit, und ich freue mich, wenn Du mir Links schickst die ich hier aufnehmen kann!

Naturgemäß sind kritische Medienberichte häufiger als positive, der Aufmerksamkeitsalgorithmus präferiert Drama vor Feelgood. Immer im Kopf behalten.

Daher etwas redundant der Hinweis, dass diese Auswahl nicht den aktuellen Forschungsstand widergibt, sondern immer nur eine Momentaufnahme bieten kann!

PRESSE

Reha vor Rente – teils mit fatalen Folgen

Der Artikel von The Sick Times beschreibt, dass deutsche Rehabilitationskliniken schlecht auf die Behandlung von Long-COVID- und ME/CFS-Patientinnen und -Patienten vorbereitet sind und manche Betroffene durch die Reha sogar gesundheitlichen Schaden erleiden.

SERVICE

Reha-Wegweiser der Deutschen Rentenversicherung

Ein erster Test in der Freitextsuche hat für „ME/CFS“ kein Ergebnis gefunden, für „Post-Covid Syndrom“ und ähnliche Schreibarten gibt es Ergebnisse. Bisher sind mir persönlich keine Erfahrungswerte bekannt. Vom Prinzip finde ich die Seite aber sehr hilfreich, und hoffe sie hilft!

Forschung

Belastungs-Malaise erschwert Reha bei Long-COVID

Inzwischen gibt es erste Reha-Studien auch bei Menschen mit PCS und PEM. Demnach profitieren einige sehr wohl von Trainingsprogrammen. Anderen wiederum geht es dadurch schlechter. „Und das ist in Zukunft genau die Kunst“, sagte Glöckl, „diese Patienten herauszufiltern und mit ihnen ein angepasstes Trainingsprogramm zu machen.“

Dabei eignet sich Pacing, das nach den Empfehlungen von Glöckls Arbeitsgruppe bei sehr schwerer PEM an die Stelle eines Aktivierungsprogramms tritt: Die Patienten und Patientinnen lernen, Belastungen symptomorientiert zu regulieren, ihren eigenen Rhythmus zu finden und ihre Energie gezielt einzuteilen. Nach dem WHO Borg CR-10 Pacing-Protokoll sind fünf Stufen zu durchlaufen, von der „Vorbereitung zu einer Rückkehr zum Training“, etwa mit kontrollierten Atemübungen, Balanceübungen, sanftem Stretching oder Gehen, bis zu regelmäßigen sportlichen Aktivitäten in Stufe 5.

Presse

GET Graded Exercise Therapy / Aktivierungstherapie hilft nicht, schadet aber regelmäßig!

Nach umfassender Literaturrecherche kam NICE zu dem Schluss, dass abgestufte Bewegungstherapie (GET) schädlich ist und nicht eingesetzt werden sollte und dass kognitive Verhaltenstherapie (CBT) lediglich eine ergänzende, keine kurative Behandlung darstellt. In einem von 51 Forschern verfassten Artikel von White et al. werden acht Anomalien im Überprüfungsprozess und bei der Interpretation der Beweise durch NICE behauptet. In diesem Artikel haben wir die Beweise überprüft, die sie zur Untermauerung ihrer Behauptungen herangezogen haben.

Presse

Bewegungstherapie bei Long Covid

Das S.P.O.R.T.-Institut versucht, mit einer speziellen Bewegungstherapie den Betroffenen zu helfen. Jetzt gibt es erste Forschungs-Ergebnisse zur Wirkung.

PResse

Falsche Behandlungen in Reha-Kliniken

Reha-Aufenthalte sind für viele Menschen mit schwerem Long Covid und ME/CFS schädlich. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

PRESSE

Post Covid und ME/CFS – Reha und mehr

Viele Post-Covid-Patienten sollen in Reha wieder fit für die Arbeit gemacht werden. Für einige funktioniert das nicht. Sie erleben die Härte der Leistungsgesellschaft.

PODCAST

Ist Long-COVID psychosomatisch?

Was sind die Ursachen von Long COVID, den Langzeitfolgen einer Coronainfektion? Sind es organische oder psychosomatische Auslöser?

RiffReporter Martin Rücker erklärt im Interview, was man inzwischen dazu weiß, wie die Krankheit entsteht, welche Kontroverse es unter Fachleuten gibt und was das alles für Patientinnen und Patienten bedeutet. Auch das Thema Reha wird diskutiert.

Weiterführende Links bei riffreporter.de (Paywall):

Netzwerk

Reha-Ratgeber

Sie überlegen, eine Rehabilitations-Maßnahme zur Linderung von Long COVID-Symptomen zu beantragen? Im Folgenden haben wir für Sie einige grundlegende Fragen beantwortet und sprechen eine Reihe von Empfehlungen für spezialisierte Informations- und Beratungsstellen aus. In der Regel kann Ihnen die Gesetzliche Rentenversicherung oder Ihre Krankenversicherung weiterhelfen.

Presse

Arbeitsunfähig wegen Long-Covid: Reichen fünf Wochen Reha, um die Leiden zu lindern?

Für die PoCoRe-Studie wurden 1.100 Patienten in sechs stationären Rehakliniken behandelt. Warum Forschende die jetzt veröffentlichten Ergebnisse ermutigend finden.

Presse

Streit um psychosomatische Reha bei Long COVID

Die Deutsche Rentenversicherung verkündet per Presseerklärung den wissenschaftlichen „Beleg“ für den Nutzen psychosomatischer Rehabilitation bei Long COVID. Doch die zugrundeliegende Studie veröffentlicht sie nicht, und sie erntet vehementen Widerspruch. Selbsthilfegruppen sind empört, Patient:innen berichten von Fehlbehandlungen – ausgerechnet auch in jener Reha-Klinik, in der die Studie gemacht wurde.

Forschung

Der Reha-Gedanke muss bei dieser Erkrankung völlig neu gedacht werden

Eine qualitative Analyse von Erfahrungen Betroffener mit stationärer Rehabilitation bei Long/Post-COVID

Bis Ende 2022 haben in Deutschland etwa 70.000 Menschen mit Long COVID bzw. einem Post-COVID-Syndrom (PCS) eine stationäre medizinische Rehabilitation in Anspruch genommen. Bisherige Untersuchungen zur Wirksamkeit von Rehabilitation bei PCS sind u.a. aufgrund der Heterogenität des Krankheitsbildes, der Variabilität angebotener Maßnahmen sowie uneinheitlicher Endpunkte nur begrenzt aussagekräftig. Damit bleibt unklar, ob bzw. inwieweit etablierte Reha-Maßnahmen für z.B. pulmologische, kardiologische, psychosomatische oder neurologische Erkrankungen bei PCS geeignet sind.

Hintergrund Community

ME/CFS: Der Unterschied zwischen Pacing und Aktivierungstherapie / GET

Pacing und ansteigende Aktivierungstherapie (engl. Graded Excercise Therapy, GET) stellen konzeptuell gegensätzliche medizinische Ansätze dar. In der Praxis kommt es jedoch immer wieder vor, dass etwas als Pacing bezeichnet, aber trotzdem GET angewendet wird. Dies kann gefährlich für die ME/CFS-Erkrankten sein, da GET bei bei ME/CFS zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands führen kann. Hier sollen die beiden Konzepte gegenübergestellt und ihre Unterschiede verdeutlicht werden.

Eckpunktepapier Rententräger

Medizinische Rehabilitation bei Post-COVID-Syndrom

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können Betroffenen mit einem Post-COVID-Syndrom helfen, ihren allgemeinen Zustand und ihre Lebensqualität zu verbessern. Erfahrungen haben gezeigt, dass bei komplexeren Fällen eine indikationsspezifische Rehabilitation nicht ausreichend ist, sondern eine interdisziplinäre Versorgung und Therapie erfordert. Hierfür hat die Deutsche Rentenversicherung gemeinsam mit Expertinnen und Experten, die sich tagtäglich in der Versorgung von Betroffenen engagieren, ein Eckpunktepapier mit Anforderungen für eine interdisziplinäre Behandlungsstrategie ausgearbeitet. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) teilt diese Auffassung mit der Deutschen Gesetzlichen Rentenversicherung. Daher wird das Eckpunktepapier gemeinschaftlich mit dem Logo der DGUV veröffentlicht.

Post-Covid-Behandlung und PEM – Auf Krücken rein, im Rollstuhl raus

Über eine Million Menschen in Deutschland leiden an Post-Covid: Reha-Kliniken werben mit Programmen, die für Linderung sorgen sollen. Oft bewirken die Therapien, die auf schnelle Aktivierung setzen, aber das Gegenteil: Erst allmählich wird umgedacht.

Eine Person liegt mit Augenbilde und Gehörschutz im Bett

Persönliche Erfahrungen

Wie schon oben geschrieben – Long Covid und Reha ist für jedermensch unterschiedlich. Die hier geschilderten Erfahrungen sind genau das, einzelne Anekdoten. Es ist die Tendenz zu beobachten, dass vor allem psychosomatische Einrichtungen gerne mal aktivieren statt pacen, aber auch das ist nur anekdotisch, nicht jede Psychosomatik muss schlecht sein. Der Sorgfalt halber daher hier noch mal überexplizit:

Alle Berichte hier sind Einzelfälle und bilden kein repräsentativies Bild! Was für die eine unpassend war, kann für den anderen genau richtig sein.

! Diese Rubrik wird in Kürze überarbeitet, dann lassen sich die einzelnen Kliniken aufklappen und es wird übersichtlicher! Bis dahin noch Geduld und etwas scrollen, danke!

Ambulante Reha Mitte ZAR, Berlin

Sehr positiv von einer Betroffenen. Haben Long Covid verstanden, gehen auf persönliches Leistungsvermögen ein. Nettes Team.

Ich war Aug-Okt 2025 dort. Zusammenfassend würde ich sagen, dass ich von der Erfahrung profitiert habe, so viele Behandlungen, Heilmethoden und Diagnostik zur Verfügung zu haben und vergleichen zu können. Es war jedoch sehr anstrengend und mensch muss zu einem sehr hohen Maß von Organisation und Selbstmanagement im Stande sein.

Positiv:
– Die neurologischen Ärzte (Chefarzt Dr. Lindenberg und Oberärztin Dr.Pools würde ich empfehlen) kennen und verstehen LC Auswirkungen im Alltag relativ gut
– Es wurde ungefragt ein angepasstes Behandlungsmodell angeboten von 3×4-5 Stunden pro Woche, anstatt der üblichen 5×6-7 Std (dies war möglich, da die Krankenkasse mein Träger war, anscheinend fordert die Rentenversicherung 5 Tage Anwesenheitspflicht pro Woche); darüber hinaus wurde ich angeregt, auf mich zu achten und jederzeit Planänderung vorzunehmen oder bei Bedarf Sessions ausfallen zu lassen
– Ich habe von den 20 Behandlungstagen 17 wahrgenommen über einen Zeitraum von 7 Wochen, die ZAR wollten die fehlenden Tage dranhängen und sowieso meine Zeit verlängern; beides habe ich abgelehnt, welches akzeptiert wurde
– Es gibt zwei Ruheräume mit Liegen, dort habe ich sehr viel Zeit verbracht und ohne diese hätte ich die Reha nicht machen können
– die Ergotherapeutinnen waren super verspielt, gut gelaunt, positiv, ermutigend, die einzigen im Haus mit einer mehr ganzheitlichen Herangehensweise, was mir beim Gedächtnistraining mehr gebracht hat als die Computerprogramme der Neuropsychologies; es gab Auswahl aus Hirnleistung, Feinmotorik und Sensorik
– Progressive muscle relaxation sessions gabs viele, war eine angenehme liegende Ruhepause
– Tanztherapie war toll gemacht und pacing 100% möglich
– Yogalehrerin war super, sie hat es sehr Barriere frei gestaltet und pacing war willkommen
– Es gab auch Qi Gong Sessions, aber leider war ich nie Di oder Do da und konnte sie deshalb nicht ausprobieren
– Die Psychologin Frau Jordan war kompetent und nett
– Das Sozialteam war engagiert
– Zur weiteren Betreuung der chronischen Schmerzen haben sie mich an die Schmerz therapeutische Tagesklinik von Dr Pfeiffer verwiesen https://www.keh-berlin.de/medizin-pflege/fachbereiche/neurologie-und-schmerztherapie
– Das Reinigungspersonal war sehr nett und kontaktfreudig; das Kantinenpersonal ziemlich nett und flexibel qua Essenszeiten anpassen, das alles hat ein bisschen für vertraute Atmosphäre und Routine gesorgt in dem sonst sehr cool distanzierten Gefüge
– Der vorab Kontakt mit der Rezeption war informativ und nett, es ist auch möglich, vor der Reha vorbei zu gehen und sich umzuschauen

Neutral:
– Für Kopf- und Gliederschmerzen erhielt ich Kälte-/ Wärmebehandkungen, Hydrojet- und Craniosacraalmassagen, sowie manuelle Therapie bekommen; war nett alles mal auszuprobieren, aber keine längerfristige Verbesserung
– Die Neuropsychologische Diagnostik war fit for purpose, aber die Qualität der Interaktion mit dem Personal nicht gerade, so wurden zwischen dem Einzelbehandler und der Gruppe meine Ergebnisse und Aufgaben nicht koordiniert, bis ich was gesagt habe; mir wurde nichts über das Verfahren erklärt, musste den alles aus der Nase ziehen, kam mir wieder lästig vor, obwohl das die Basics sind; ich kann Neuropsychologe Poggermann nicht empfehlen, obwohl es für die Computerdiagnostik vllt nicht so viel ausmacht, die anderen Neuropsychologen schienen aber zugänglicher und kommunikativer (people skills!)
– Der Geräteraum für Krafttraining war gut ausgestattet, meine Einführung war mit der einzigen Frau (die auch das Yoga macht); sie war sehr PEM sensibilisiert und hat mich nicht gepusht; leider war der Rest des (männlichen) Personals eher stressig drauf, einer wollte, dass ich zum Aufwärmen aufs Rad gehe, aber das hat sie ihm sofort abgeschminkt, dass ich ohne Aufwärmen Krafttraining machen solle/dürfe; einmal wollte ich ein paar Stretch Übungen machen, was mir durch diese Deppen verboten wurde, ich dürfe nur Übungen machen, die mir dort gezeigt wurden WTF, anyway, ich hab die dann die restlichen Wochen einfach ignoriert und mit Ohr stöpseln und Sonnenbrille meine Übungen gemacht, ging
– Die Ernährungsberatung war zu basic für Leute, die sich ein bisschen auskennen und nicht individualisiert oder spezifisch für LC/ Autoimmunkrankheiten
– Das Essen in der Kantine: Ganz ok, auf jeden Fall essbar, könnte schlimmer sein, aber leider nur pseudo gesund; mensch darf nur ein Stück Obst am Tag, viele nahmen trotzdem extra und das wurde nie moniert; ich habe im Wintergarten gespeist und nicht in der Kantine, die mir zu voll und laut war
– Das Gebäude ist kompakt, also keine echt weiten Gehstrecken (ca.20-40 Meter), aber über 5 Etagen verteilt; es gibt Lifts, aber oft Wartezeiten, da viel Andrang und das dauernde Auf und Ab müssen war sehr anstrengend

Negativ:
– Es werden keine LC spezifischen Behandlungen oder HeilungsAnsätze geboten, das Personal, inklusive neurologische Fachärzte, ist nicht sonderlich interessiert oder up to date was den aktuellen Forschungsstand betrifft
– Die Physiogruppen haben mir nichts gebracht, da ich keine Gleichgewichts- oder Koordinationsprobleme habe, hab ich dann abgelehnt und das war ok/wurde akzeptiert
– Es gibt keine Sauerstoff-, Akkupuntur- oder Hydrotherapien (das Schwimmbad war entweder zu oder Personalmangel)
– Ausser Yoga und Tanztherapie, welche 1 Stunde dauerten, waren alle Termine 20 Minuten, welches sehr stressig war: die dauernden Wechsel von Räumlichkeiten, immer andere Behandler, daher auch sehr unterschiedliche Qualität der Behandlung, einfach zu viel, zu schnell hintereinander; mensch kann dem aber etwas entgegenwirken mit Fragen nach Planumstellungen oder einfach Sachen ausfallen lassen
– Die Woche Pläne werden erst Montag Morgen rausgegeben, d.h. mensch kann sich montags nicht auf den Tagesablauf vorbereiten, was für mich extra anstrengend war; ich habe dann oft meinen behandelnden Arzt am Freitag fragen müssen, mir das mündlich mitzuteilen
– Die Pläne ändern sich dauernd, was natürlich nicht vermeidbar ist, aber es ist extra Stress
– Die Pläne sind willkürlich zusammengewürfelt, und der Ablauf daher nicht immer zu bewältigen (z.b. zwei körperlich aktivierende Termine hintereinander); netterweise hatte mein Arzt immer ein offenes Ohr und hat Änderungen vorgenommen, aber es ist nervig, wenn Mensch ständig nachbessern muss
– Das Personal in der Pflegeabteilung war unorganisiert, unfreundlich und unaufmerksam (meine Pflichttermine, die ich als unnötig empfand und nur aus Höflichkeit wahrnahm, wurden nicht eingehalten, musste ewig warten und wurde auf Nachfragen mürrisch behandelt, als würde ich mich aufdrängen wollen; ich habe dann die weitere Mitarbeit verweigert, da mir dieser Hickhack zu anstrengend war, welches nicht weiter thematisiert wurde)
– Das Personal an der Rezeption ist gerade so ok, nicht willkommend oder sehr freundlich – man fühlt sich oft wie eine Belästigung – die Message ist ganz klar, sie wollen so wenig wie möglich mit Patienten zu tun haben, aber sie machen ihre Arbeit, wenn man sie fordert. Leider für LC Leute eine weitere Kraftanstrengung (schon das ewige Warten im Stehen bis man dran ist) und nicht abgeholt werden.
– Zum Fahrdienst haben sich alle, die ich gesprochen habe, negativ geäußert, da mensch ca.2 Stunden extra hin und wieder zurück einplanen muss, für jemensch mit fatigue nicht zu tun denke ich; also wenn du keine andere Alternative hast, bist du auf Bahn und Bus angewiesen

Bavaria Kreischa

Sehr positiv von einer Betroffenen.

GLG Fachklinik Wolletzsee

War hilfreich für die Statusbestimmung (Ja ich bin krank), aber zu viel Aktion und ich bin viel unfitter raus als zuvor. (05/2025)

Hier die ausführliche Google Bewertung

Median am Burggraben in Bad Salzuflen

Mein Fazit: 1. vorher unbedingt klären ob und wie sie Pacing umsetzen. 2. ob sie das Eckpunktepapier der DRV anwenden. diese erlaubt ein individuelles Programm ohne das die Klinik dadurch Nachteile hat 3. tendenziell eher Neurologie als Psychosomatik, da Psychosomatik wahrscheinlich reflexartig Depression behandeln (= Struktur, steigende Aktivierung GET).
Bitte genau auf den Unterschied GET und Pacing achten. Manche machen GET und glauben es sei Pacing!
. Referenz: mecfs.de – Unterschied GET vs. Pacing

. Eckpunktepapier für die medizinische Rehabilitation bei Post-COVID-Syndrom, Seite 10+11 

(2023)

Median Fachklinik Rhein Ruhr in Essen Kettwig

Ich war Ende März bis Anfang Mai 2024 sechs Wochen in der Median Fachklinik Rhein Ruhr in Essen Kettwig und muss sagen – leider arbeitsunfähig entlassen, aber der Auffenthalt war wirklich gut! Angegliedert an die neurologische Klinik, nur 12 Patienten. Wir durften in unserer festen Gruppe im Aufenthaltsbereich der Station essen und mussten nicht in den großen Speisesaal zu allen anderen Patienten (Stichwort Reize, Lärm etc.). Es wurde sehr individuell gearbeitet und sehr auf Pacing und Pausen geachtet. Auch im sporttherapeutischen Bereich und vor allem dort. Wer nicht konnte, konnte eben nicht und wer einfach einen oder vielleicht auch mal mehrere Tage nur auf dem Zimmer bleiben konnte – auch akzeptiert. Wer die Gruppe gar nicht aushalten konnte, durfte auf dem Zimmer essen.
Sehr gute, einfühlsame Ärzte und Therapeuten. Von den Neuropsycholog:innen über Atemtherapie, Ergotherapie…etc. Ein wirklich gutes Angebot. Immer ein offenes Ohr der Pflege, kleine liebevolle Gesten wie unaufgefordert Wärmekissen zu bringen usw.
Die Therapiepläne gut angepasst – und alle immer wieder gehalten, Pacing auch zu erlernen und ermutigt Therapien abzusagen, wenn es nicht ging.
Ich habe tatsächlich ein Therapietagebuch geschrieben, mit Beispielen von Tagesabläufen und Therapieplänen, falls jemand weiteres Interesse haben sollte.
Einziges Manko aus meiner Sicht – Das Essen! Gerade für Allerkiker ein bisschen schwierig – wenn auch bemüht.

Median Klinik Heiligendamm

Haben wohl Pacing verstanden, lassen den Patienten ihr Tempo und Energie selber bestimmen

Median Klinik Kladow

Auch wenn Long Covid auf der Website steht, rate ich jedem Long Covid Patienten dringendst von dieser Klinik ab.
Seit über zwei Jahren kämpfe ich nun mit dieser Krankheit und hatte große Hoffnung in diese Klinik gesetzt, nicht zuletzt auch, weil mein Krankengeld kurz nach dem Aufenthalt ausläuft.
Gleich in der ersten Visite auf Station 11 teilte mir der Arzt mit, dass er keine Ahnung von Long Covid habe und ich mich schon einmal auf Bürgergeld einstellen soll, da man meine Krankheit nicht messen kann und es hier um finanzielle Interessen der Rentenkasse geht.
Anfangs habe ich versucht alle Anwendungen mitzumachen, weil ich natürlich dachte, es wird ein Zusammenhang zwischen Aktion und meiner körperlichen und kognitiven Reaktion hergestellt.
Ich wurde aber nicht ein einziges Mal auf meine Symptomatik untersucht und ein Interesse an meinen Crashs war schlichtweg nicht vorhanden.
In späteren Visiten wurde sogar geäußert, dass man mit diesem Krankheitsbild niemals eine EM-Rente bekommen kann und diejenigen, die sie bekamen, bekamen sie nicht rechtmäßig.
Ich schlug zeitgemäße Methoden über die Blutmarker- ,Spikeproteine- oder AAK-Diagnostik vor. Mir wurde gesagt, ich solle mir doch eine Spezialklinik suchen.
Selbst die von Fr Dr.Scheibenbogen empfohlene, nach Kanadischen Kriterien ergänzt durch den DSQ-PEM, wurden schlichtweg ignoriert.
Stattdessen wurde mir empfohlen, über das Hamburger Modell wieder ins Berufsleben einzusteigen oder mir einen anderen Beruf zu suchen.
Davon bin ich leider noch weit entfernt und brauche mit dem Krankheitsbild noch Zeit und Hilfe, welche mir hier verwehrt wurde. Unter anderem auch mit der Begründung, dass 95% der befristeten Renten ja sowieso entfristet werden und ihnen einfach die Hände gebunden sind.
Es ist eine bodenlose Frechheit wie mit kranken Menschen umgesprungen wird.
Dafür drückte mir die Dame in der Sozialstation gleich einen Antrag nach dem Schwerbehindertenrecht in die Hand, sah sich aber nicht befähigt mir bei meinem anstehen Antrag auf Arbeitslosengeld 1 behilflich zu sein.
Auf meinem Therapieplan tauchten immer wieder Anwendungen auf, die bei mir völlig unnütz waren, (z.B.: Risikofaktoren Schlaganfall bis hin, dass sie mich völlig überlasteten und zum Crash führten.
Schon fast ironisch fühlten sich die 3 Termine zu Ernährung an, weil man sich nicht mal ansatzweise danach in der Klinik ernähren kann. (einseitig, nur grüner Salat, eine Sorte steinhartes Obst)
Vegetarier oder Veganer haben hier ganz schlechte Karten am Buffet morgens/abends.
Einen Pluspunkt gibt es aber die für die sehr netten, umsichtigen hilfsbereiten Damen am Empfang.
Glück hatte ich auch mit meinem Premiumzimmer auf der obersten Etage mit einer Klimaanlage und einem Kühlschrank. Der kurze soziale Aufstieg vor dem kompletten Abstieg.

Mein Fazit ist jetzt, dass es mir schlechter als zuvor geht und mir noch mehr Knüppel zwischen die Beine geworfen wurden. Und davon kann jeder Long Covid Erkrankte ein Lied singen.

Der eine Stern den man hier geben muss, steht auch nur für die netten Damen am Empfang und den Therapeuten Hr J. (08/2025)

Median Klinik Flechtlingen

Empfehlung von Dr. Gardner, Berlin. Eine ganze Etage für Long Covid Patient*innen

Mediclin Klinik Reichshof

Empfehlung von Dr. Gardner, Berlin

Unsere Klinik in Reichshof-Eckenhagen in Nordrhein-Westfalen ist eine Post-COVID-Schwerpunkt-Klinik. Wir sind spezialisiert auf die Behandlung von Menschen, die nach einer überstandenen Covid-19-Infektion mit Corona-Spätfolgen zu kämpfen haben. Standortübergreifend hat MEDICLIN ein interdisziplinäres Post-Covid-Reha-Programm für die stationäre Rehabilitation entwickelt.

 

Essen sei schlecht

 Reha Zentrum Teltow Seehof

Eine Person aus einer Selbsthilfegruppe hatte gleich zu Beginn Konflikt “Sie machen nicht mit, dann müssen sie gehen”

Eine weitere Person berichtet aus einer anderen Selbsthilfegruppe, dass mehrere Personen berichtet hätten, dass dort die Aktivierung im Vordergrund steht u LongCoV nicht wirklich akzeptiert wird. “Typisch psychosomatik” heißt es mehrfach, Gefahr der Überlastung / PEM.

– ursprüngliches Konzept: Herzpatienten (Kardio bzw. Psychokardio), neuerdings auch Long Covid (Psycho-Gruppe und Psycho-Einzelgespräche)

– Ausstattung: Laufbänder, Ergometer, diverse Fitnessgruppen („COFit“), Walking, nicht öffentliches Bewegungsbad (kein Geld für Bademeister), Entspannungsgruppen (Xi Gong, progressive Muskelentspannung), Salzlounge, Physiotherapie (u.a. div. Massagen), Kunsttherapie (kein Rolli-Zugang), Raucherinnen-Insel am Haupteingang der Reha, tag und nacht geöffnet

– Lage: im Wohngebiet, Supermarkt und Cafés in der Nähe

– LC Schwerpunkt: psychosomatisch – nicht neuroimmunologisch

„Sie müssen jeden Tag an Ihre Grenzen gehen, das ist unsere Erfolgs-Therapie“ (Zitat Leiter bei Long Covid Einführung 1. Woche)

– großer Essenssaal mit ca. 100 Teilnehmern (nichts für Lärmempfindliche)

– pauschales Sport-Programm, unabhängig von leichtem, mittlerem oder schwererem ME CFS der Teilnehmer

– umfangreicher Gesundheits-Check plus täglich mind. zwei Sportveranstaltungen

– Absage von Gruppen nur persönlich bei Gruppenleiterinnen, keine Kommunikation

– musste nach diversen Crashs mit Anwalt und Facharzt drohen, um Tagessprogramm mehr als zu halbieren

– extrem lange Wege auf dem Gelände, alle Zimmer im ersten Stock

– immer frische und leckere Salate, aber alle Mahlzeiten nur für Herzpatienten: 0% Salz, 0% Fett (…)

– nach einem Jahr vor der Reha mit Pacing: jetzt alle 12 Symptome verschlechtert, neu: plus Tinnitus, Schwitzattacken, Gewichtszunahme und längere Crashs im Dunkeln

– COVID Ausbruch im Dezember, Quarantäne, weder Masken noch Tests auf den Stationen (Eigenverantwortung), Apotheke in Teltow auch ohne Tests

– Früher mit leichter Bronchitis intern entlassen

– nicht nur Patienten im Hamsterrad, auch teilweise ruppiges Personal/Ärztinnen weder Empathie noch Kompetenz für PEM, POTS, Brainfog, Gedächtnisverlust, Pacing, Hypersensibilität, ME CFS, nicht ausreichende Medikamente für trockene Bindehaut/Stationen

– junge Psychologinnen tratschten auf dem Gang über Patientinnen

– nur empfehlenswert für Patienten, wer Mc Fit und eine große Uni-Mensa gut an einem Tag überstehen würde

Stand: November/Dezember 2023 (5 Wochen)

Sommerfeld Klinik in Kremmen

Eine Person berichtet von negativen Erfahrungen. Kein Wissen um Post Covid und Fatigue. Es wird gesagt man solle mal „in die Gänge kommen“, Sport und Aktivierungstherapie in der Gruppe ohne auf die individuellen Erkrankungen einzugehen. Absprechen von Erfahrung und Wissen über die eigene Erkrankung. Infragestellen von gesicherten Diagnosen, null Infektionsschutz.

Sonnenbergklinik in Bad Soden Allendorf

Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht in der neurologischen Reha Sonnenbergklinik in Bad Soden Allendorf. Es gibt keine spezielle Post Covid Reha dort aber alle kennen sich aus mit PoCo und ME/CFS. Große Empfehlung meinerseits (10/2025)