Häufigkeit von Schlafstörungen bei Menschen mit Long COVID
AI-Zusammenfassung Studie:
Der Artikel ist eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse zur Häufigkeit von Schlafstörungen bei Menschen mit Long COVID. Ziel war es, anhand standardisierter Fragebögen und diagnostischer Kriterien zu klären, wie verbreitet Schlafprobleme in dieser Patientengruppe sind.
Ausgewertet wurden 29 Beobachtungsstudien mit insgesamt knapp 14 000 erwachsenen Long-COVID-Betroffenen. Die Analyse zeigt, dass Schlafstörungen sehr häufig auftreten. Insgesamt hatten rund 46 Prozent der Betroffenen relevante Schlafprobleme. Besonders verbreitet war eine schlechte Schlafqualität, die bei mehr als der Hälfte der Patientinnen und Patienten festgestellt wurde. Etwa 38 Prozent erfüllten Kriterien einer Insomnie, also Ein- oder Durchschlafstörungen mit Krankheitswert. Exzessive Tagesschläfrigkeit trat seltener auf, war aber ebenfalls vorhanden.
Die Ergebnisse zeigen zudem eine hohe Streuung zwischen den einzelnen Studien, was unter anderem auf unterschiedliche Erhebungsmethoden, Fragebögen und Zeitpunkte nach der Infektion zurückgeführt wird. Dennoch bleibt das Gesamtergebnis konsistent: Schlafstörungen gehören zu den häufigsten und klinisch relevanten Symptomen von Long COVID.
Die Autorinnen und Autoren schließen daraus, dass Schlafprobleme bei Long-COVID-Patienten systematisch erfasst und behandelt werden sollten. Eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Therapie könnten helfen, die Lebensqualität zu verbessern und möglicherweise auch andere Long-COVID-Symptome positiv zu beeinflussen.