Autoantikörper verschwanden, Fatigue ließ spürbar nach

AI-Summary:

Eine Phase-IIa-Studie der Uniklinik Erlangen mit 30 Long-COVID-Patienten, die funktionelle Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR-fAAbs) aufwiesen, zeigt signifikante Verbesserungen durch Rovunaptabin (BC007). In einem Crossover-Design erhielten alle Teilnehmer zunächst entweder das Medikament oder Placebo für einige Wochen, dann wurde gewechselt, sodass jeder BC007 bekam. Dadurch verschwanden die Autoantikörper, Fatigue ließ spürbar nach – gemessen mit Skalen wie Chalder Fatigue Scale – und die Lebensqualität stieg messbar, anders als in einer früheren Phase-II-Studie ohne diese Auswahl. BC007 war gut verträglich und deutet auf eine ursächliche Therapie hin, wobei präzise Diagnostik auf GPCR-fAAbs entscheidend ist; Ergebnisse erschienen in The Lancet EClinicalMedicine.

AI-Summary Details:

Eine Phase-IIa-Studie (reCOVer) der Uniklinik Erlangen mit 30 Long-COVID-Patienten (18–80 Jahre, Symptome ≥3 Monate nach PCR-bestätigtem COVID-19), die funktionelle Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR-fAAbs) aufwiesen und starke Fatigue als Hauptsymptom (Bell-Score ≤60) hatten, zeigt signifikante Verbesserungen durch Rovunaptabin (BC007, 1350 mg). In einem prospektiven, placebokontrollierten, doppelblinden, randomisierten Crossover-Design erhielten alle Teilnehmer zunächst entweder das Medikament oder Placebo für einige Wochen, dann wurde gewechselt. BC007 neutralisierte GPCR-fAAbs bei allen Patienten, führte zu signifikanten Verbesserungen in FACIT-Fatigue-Scale (Effektgröße 2,10; p=0,0378), Bell-Score (3,64; p=0,0004), Fatigue-Severity-Scale (-2,66; p=0,0088) und Lebensqualität (4/8 Items), im Gegensatz zu einer früheren Phase-II-Studie ohne fAAb-Auswahl. Das Medikament war gut verträglich (mild-moderate Nebenwirkungen, kein behandlungsbezogenes SAE), mit leichtem aPTT-Anstieg, und bietet als Proof-of-Concept Hinweise auf eine ursächliche Therapie für diese Autoimmun-Untergruppe; präzise fAAb-Diagnostik ist entscheidend. Ergebnisse erschienen 2025 in The Lancet EClinicalMedicine.