Konzentrationsprobleme, „Brain Fog“, verlangsamtes Denken: Kognitive Beschwerden gehören zu den häufigsten und belastenden Symptomen des Post-COVID-Syndroms
Eine spezielle MRT-Messung liefert neue Hinweise auf eine gestörte Energiebereitstellung im Gehirn bei Post-COVID. Die Veränderungen stehen im Zusammenhang mit Konzentrations- und Denkproblemen.
In einer Studie mit einer speziellen Magnetresonanztomographie-Methode zeigte sich bei Patientinnen und Patienten mit Post-COVID ein verändertes Verhältnis wichtiger Energieträger im Gehirn und dieses stand in Zusammenhang mit der Leistung in kognitiven Tests.
AI Summary:
Die Studie des ZI Mannheim zeigt, dass Menschen mit Post-COVID in einer 31P-Magnetresonanzspektroskopie ein verringertes Verhältnis von ATP zu Phosphokreatin (ATP/PCr) im Gehirn aufweisen, was auf eine gestörte zelluläre Energiebereitstellung hinweist. Die Veränderungen betreffen insbesondere einen größeren Bereich um den cingulären Cortex, eine Region, die wichtig für die Steuerung und Organisation von Denkprozessen ist, und niedrigere ATP/PCr-Werte im vorderen cingulären Cortex gingen mit schlechteren Ergebnissen in kognitiven Tests einher, passend zu Symptomen wie Konzentrationsstörungen, „Brain Fog“ und verlangsamtem Denken. Etwa die Hälfte der 27 untersuchten Post-COVID-Patient:innen erfüllte zusätzlich Kriterien für ME/CFS, zeigte aber ein ähnliches Muster der Stoffwechselveränderungen wie die Post-COVID-Betroffenen ohne ME/CFS, was auf gemeinsame biologische Mechanismen hindeutet. Die Autor:innen werten die Ergebnisse als Hinweis darauf, dass eine Störung der zellulären Energieversorgung ein zentraler Krankheitsmechanismus bei Post-COVID sein könnte, diskutieren dabei unter anderem mitochondriale Dysfunktion, entzündliche Stoffwechselveränderungen oder Durchblutungsstörungen – betonen aber, dass es sich um Korrelationen handelt und die ursächlichen Zusammenhänge noch nicht geklärt sind.